IMPLANTATWERKSTOFFE

Bei den verschiedenen Implantatwerkstoffen unterscheiden wir in unserer Praxis Spaldinghof in Hamburg zwischen biologischen und nichtbiologischen Substanzen.

Biologische Substanzen werden noch einmal in autologe, heterologe und homologe Materialien untergeordnet.

Bei der Verpflanzung von Gewebe aus dem eigenen Körper, z. B. implantierte Eigen-zähne, Bindegewebe oder Knochen, wenn also Spender und Empfänger identisch sind, spricht man von autologen Materialien.

Handelt es sich um Gewebe, also Knochen oder Knorpel, aus dem Körper eines anderen Menschen, spricht man von homologem Material. Bei Verwendung von homologen Materialien ist natürlich das Risiko einer Abstoßungsreaktion wesentlich größer. Zudem besteht die Gefahr der Übertragung einer infektiösen Erkrankung, wie z.B. HIV oder Hepatitis.

Unter heterologen Materialien versteht man die Verwendung von Tiergewebe. Hier besteht jedoch ebenfalls ein höheres Abstoßungsrisiko. Ebenso ist die Gefahr der Übertragung von infektiösen Erkrankungen hierbei höher, auch wenn heutige Herstellungsverfahren eine Infektion durch Viren oder Bakterien fast vollkommen ausschließen.

Die nichtbiologischen Implantatwerkstoffe werden noch einmal unterteilt in mineralische Werkstoffe wie Keramik oder Glas, Metalle und Legierungen sowie Kunststoffe oder Naturstoffe. Der Vorteil dieser sogenannten alloplastischen Materialien liegt in der Sterilisierbarkeit und der leichten Verarbeitung bei relativ niedrigen Kosten. Alle diese nichtbiologischen Stoffe zeichnen sich durch sehr gute Gewebeverträglichkeit aus.

In unserem Team der Praxis von Dr. Burkart M. Zuch und Reinhard Schroeter beurteilen wir diese Materialien, den jeweiligen Verwendungszweck betreffend, individuell. In der Vergangenheit fanden neben Metallen und Metalllegierungen auch Keramikwerkstoffe, Gläser und Glaskeramiken Verwendung als Implantatwerkstoff. Aufgrund allgemein schlechter mechanischer Eigenschaften und niedriger Bruchzähigkeit konnten diese Materialien jedoch nicht überzeugen.

Über eine sehr gute mechanische Festigkeit sowie eine hohe Biokompatibilität verfügen lediglich Keramiken aus Zirconiumdioxid, wie sie auch neben anderen Materialien in unserer Praxis Spaldinghof in Hamburg von Dr. Burkart M. Zuch und Reinhard Schroeter verwendet werden. Diese Keramiken bieten eine hohe ästhetische Optik und sind für die Anwendung im Mundbereich wegen ihrer zahnähnlichen Farben besonders gut zu verwenden, da sie im Bereich des Zahnfleischrandes beim Durchtreten des Implantat-pfostens keine metallischen Verfärbungen erscheinen lassen. Als Aufbaupfosten für Implantate haben sich diese Keramiken aus Zirconiumdioxid zwar bewährt, gegen das Titan als weltweit bedeutendsten Implantatwerkstoff konnten sie sich jedoch nicht durchsetzen.

Circa 200.000 Zahnimplantate aus Titan mit einem Reinheitsgrad von 2 bis 4 werden jährlich alleine in Deutschland hergestellt. Egal ob schrauben- oder zylinderförmig, diese Implantatkörper sind immer rotationssymmetrisch.