BLUTUNGEN

Auch bei Implantatoperationen können wie bei jedem chirurgischen Eingriff Blutungen eintreten, die aus verletzten Gefäßen, aus den Weichteilen oder dem Knochenmark erfolgen. Blutungen aus den Weichteilen sowie kleinen Gefäßen innerhalb der Weichteile können von unseren Kieferchirurgen Dr. Burkart M. Zuch und Reinhard Schroeter durch Vernähen gestoppt werden, sie lassen sich auch leicht abbinden.

Beim Einsetzen des Implantates werden Blutungen aus dem Knochen, die beim Aufbereiten des Implantatbettes oder beim Abtragen spitz zulaufender Kieferkämme entstehen können, durch das Implantat gestillt. Sollten Blutungen außerhalb des Implantatbettes auftreten, können diese Blutungen aus dem Knochen verbolzt oder mit einem speziellen Knochenwachs abgedeckt werden.

Sofern keine wichtige anatomische Struktur, wie zum Beispiel eine Arterie, verletzt worden ist, lassen sich Blutungen in unserer Praxis Spaldinghof in Hamburg leicht stillen.

Bei der Verletzung einer Arterie auf der Unterkieferinnenseite, der sogenannten Arteria lingualis, entsteht ein besonderer Risikofaktor. Wenn in der Implantatachsenstellung ein stark unter sich gehender Kieferknochen nicht berücksichtigt wurde, kann es vor allem durch den Implantatbohrer zu solch einer Verletzung kommen. Reduzieren kann man dieses Risiko durch eine präzise Darstellung der inneren Knochenseite des Kieferfortsatzes. Sollte trotzdem der Fall einer Knochenperforation eintreten, muss das verletzte Gefäß sofort abgebunden werden. Im Extremfall kann eine arterielle Blutung den Mundboden derart anheben, dass der Zungengrund nach hinten gedrückt wird und die Atemwege verlegt werden. Dann hat die Gewährleistung der Atmung zunächst Vorrang, die arterielle Blutung wird direkt anschließend gestillt.

Die Gefahr einer Gefäßverletzung aus einer Oberkieferarterie ist sehr gering und besteht nur beim Abpräparieren der Gaumenschleimhaut. Hier ist eine Verletzung der sogenannten Arteria palatina, der zwischen Kieferkammmitte und Gaumenmitte befindlichen Gaumenarterie, möglich. Eine Gefäßunterbindung kann in diesem sehr seltenen Fall durch unsere Kieferchirurgen Dr. Burkart M. Zuch und Reinhard Schroeter problemlos erfolgen. Um die Gefahr einer bakteriellen Infektion und dadurch einer eventuellen Abszessbildung durch Blutergüsse zu verhindern, kann die Entstehung eines Blutergusses durch eine Verbandplatte unterbunden werden. Eine solche Infektion oder ein Abszess würden eine Nachbehandlung mit Antibiotika erforderlich machen.

Die Einnahme von blutgerinnungshemmenden Medikamenten, wie zum Beispiel Marcumar, kann ebenfalls zu Blutungen während des Eingriffs führen. Die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten stellt keine absolute Kontraindikation dar, sollte jedoch im Vorfeld der Implantation durch unser Team der Praxis Spaldinghof in Hamburg mit dem behandelnden Internisten abgeklärt und entsprechend abgestimmt werden.

Für Patienten mit erhöhtem Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko gilt das Gleiche, da diese Patienten in vielen Fällen mit Acetylsalicylsäure, kurz ASS, medikamentös eingestellt sind. Aufgrund der thrombozytenaggregationshemmenden Wirkung des Medikaments kann es verstärkt zu Blutungen kommen.