IMPLANTATLOCKERUNGEN

Bei einer Lockerung des Implantats in den ersten Wochen nach dem implantologischen Eingriff kann die Ursache dafür in einer mangelhaften Bearbeitung des Knochens liegen. Passieren kann dies durch Verwendung eines zu stumpfen Bohrers, überhöhte Drehgeschwindigkeit oder aufgrund unzureichender Kühlung des Bohrers und dadurch einer erhöhten Hitzeentwicklung im Knochen. Auch ein überhöhter Druck der Bohrinstrumente kann ein Grund dafür sein.

Solche Hitzeentwicklungen im Knochen aufgrund dieser fehlerhaften Maßnahmen führen zum Absterben und anschließenden Auflösen des Knochens, der das Implantat umgibt.

Erhebliche Knochenumbauvorgänge können eine Schädigung des Implantatbettes verursachen. Ein dadurch bedingtes Nichtanwachsen des Knochens auf der Implantat-oberfläche kann zu einer fehlenden Primärstabilität führen. Auch bei schonender Knochenbearbeitung sind diese Vorgänge nie vollkommen auszuschließen und häufig nicht auf eine mangelhafte Behandlung zurückzuführen.

Das Implantat sollte in jedem Fall durch das Team von Dr. Burkart M. Zuch und Reinhard Schroeter in der Praxis Spaldinghof in Hamburg entfernt werden, um den Knochendefekt möglichst gering zu halten. In der Regel kann nach Abheilung der Knochenwunde das Implantat ca. 6 bis 12 Wochen später erneut eingesetzt werden.