NACHSORGE UND KONTROLLE

Die professionelle Nachsorge nach der prothetischen Versorgung auf Implantatbasis in unserer Praxis von Burkart M. Zuch und Reinhard Schroeter in Hamburg ist für einen langfristigen Behandlungserfolg besonders wichtig. Die Sicherheit, feste, künstliche Zähne zu besitzen, mit denen man wieder kraftvoll zubeißen kann, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Entzündungen an Implantaten im Gegensatz zu Entzündungen am natürlichen Zahn leichter entstehen und schneller fortschreiten können. Natürliche Zähne besitzen Blut- und Lymphgefäße in der Wurzelhaut zur Abwehr bakterieller Entzündungen.

Entzündungen verlaufen am Implantat normalerweise schmerzfrei, da die erforderlichen Nerven fehlen. Hier besteht die Gefahr einer unbemerkten Zerstörung des Knochens, in dem das Implantat verankert ist und der das Implantat auch bei fortschreitendem Knochenabbau stabil hält. Wenn allerdings durch die Infektion zwei Drittel des Knochens abgebaut wurden, ist die Entfernung des Implantates nötig. Mit körpereigenem oder synthetischem Knochenersatzmaterial sind hier chirurgische Knochenaufbaumaßnahmen möglich. Sollte der Knochen bereits zur Hälfte geschrumpft sein, ist eine erneute Implantation erforderlich.

An Implantaten kann sich zwar keine Karies festsetzen, allerdings können Implantate eine periodontale Erkrankung aufweisen, die als Periimplantitis bezeichnet wird. Durch eine rechtzeitige Periimplantitisbehandlung in Form einer Chlorhexidintherapie in unserer Praxis Spaldinghof in Hamburg kann man gute Erfolge erzielen. Die prothetische Konstruktion sollte bis zur vollständigen Ausheilung nur provisorisch eingesetzt werden, damit eine eventuell erforderliche Wundbehandlung durch das Team von Burkart M. Zuch und Reinhard Schroeter jederzeit möglich ist.

Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen, dokumentiert im sogenannten Implantatpass, und eine professionelle Nachsorge in unserer Praxis Spaldinghof in Hamburg können dieser Entwicklung vorbeugen. Durch Plaque oder Bakterien verursachte infektiöse Veränderungen an den Implantaten werden rechtzeitig erkannt und behandelt. Mit einer gründlichen Reinigung des Implantats mit speziellen Zahnsteinentfernungs-Instrumenten werden Kratzer oder aufgeraute Stellen beseitigt und somit der Gefahr weiterer Plaqueansiedlung vorgebeugt. Bakterien am Implantathals können durch eine spezielle Laserbestrahlung ohne Temperaturentwicklung entfernt werden.

Eine weitere Möglichkeit der Reinigung von Implantaten ist die chemische Chlorhexidin-Spülung oder das antimikrobielle Chlorhexidin-Gel, das am Implantatrand aufgetragen wird und dort länger verbleibt. Die sogenannte Mukositis, eine einfache, sich auf die Zahnfleischmanschette um das Implantat beschränkte Entzündung, lässt sich auf diese Weise sowie durch zusätzliche regelmäßige Spülungen mit 0,2%igem Chlorhexidin-Diglukonat sehr gut behandeln.

Zur Behandlung mit Chlorhexidin-Chips, die in die Zahnfleischtaschen um das Implantat eingefügt werden, rät unser Team der Praxis Spaldinghof, wenn diese schon einige Millimeter tief sind, der Knochen jedoch noch nicht oder kaum geschädigt wurde. Diese selbstauflösenden Medikamententräger-Chips lassen sich schmerzfrei eingliedern, geben über 2 bis 3 Wochen Chlorhexidin in die Zahnfleischtasche ab und sind stark keimreduzierend. Dadurch besteht keine Gefahr einer Sensibilisierung, Allergisierung oder Resistenzbildung auf bestimmte Keime, wie sie bei der Verabreichung von Langzeitantibiotika gegeben ist. Wenn die Schädigung des Knochens in Verbindung mit der Kieferhöhle steht, lässt sich eine Antibiotikaprophylaxe meist nicht vermeiden, ebenso wenn es sich um eine Erkrankung der Kieferhöhlenschleimhaut handelt.

Das Risiko von Wundheilungsstörungen und Infektionen erhöht sich extrem bei schweren Allgemeinerkrankungen, insbesondere bei Diabetes oder anderen Stoffwechsel-erkrankungen. Sollten Sie Insulin oder körperabwehrunterdrückende Medikamente (Immunsuppressiva) einnehmen, ist es erforderlich, dass Sie sich einmal im Quartal einer professionellen Kontrolle und Nachsorge unterziehen, da bei Ihnen ein bakterieller Infekt nicht in erforderlichem Maß abgewehrt werden kann (Immunsuppression). Das Gleiche gilt nach einer Bestrahlung, wie z.B. bei Tumorbehandlungen.